Verpflichtungen bei aneren Organismen

Les démarches auprès des organismes de retraite, de sécurité sociale et d’assurance

Silke Kaiser - Pixelio.de

Möglicherweise hat die/der Hinterbliebene ein Anrecht auf eine Zusatzrente falls der verstorbene Ehepartner nichtselbständiger Gehaltsempfänger gewesen ist. Einzelheiten erhält man bei der zuständigen Zusatzrentenversicherung des Verstorbenen.

Pensionskasse und Sozialversicherung:

Unter bestimmten Voraussetzungen können folgende Personen ihren Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente geltend machen:

  • der überlebende Ehepartner oder der eingetragene Lebenspartner,

  • der geschiedene Ehepartner oder der ehemalige eingetragene Lebenspartner,

  •  Verwandte oder Verschwägerte in gerader Linie sowie Verwandte bis zum 2. Grad der Seitenlinie, falls kein überlebender Partner vorhanden ist,

  • die Kinder des Versicherten und ggf. die Kinder, deren Unterhalt er garantiert hat.

Damit für die Hinterbliebenen ein Anrecht auf Rente besteht, müssen aus dem Versicherungsverlauf des Verstorbenen Versicherungszeiten von mindestens 12 Monaten, während der letzten 3 Jahre vor dem Ableben nachgewiesen werden können. Die Erfüllung der Wartezeit ist nicht erforderlich, falls der Tod durch einen Unfall oder eine anerkannte Berufskrankheit während der Versicherungszeit eingetreten ist.

Die Ehe oder eingetragene Partnerschaft muss zum Zeitpunkt des Todes mindestens 1 Jahr gedauert haben oder wenigstens 1 Jahr vor dem Beginn der Alters- oder Invalidenpension geschlossen worden sein. Zum Zeitpunkt der Eheschließung darf der Versicherte nicht Empfänger einer Alters- oder Invalidenpension gewesen sein.

Ungeachtet dieser Bestimmungen besteht dennoch ein Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt werden kann:

  • der Tod durch einen Unfall nach der Eheschließung oder dem Eintrag der Partnerschaft,

  • aus der Ehe geht ein Kind hervor,

  • die Ehe besteht seit mindestens einem Jahr angedauert hat und die Altersdifferenz der Ehepartner ist geringer als 15 Jahre,

  • die Ehe besteht seit mindestens 10 Jahren.

Die Hinterbliebenenrente setzt sich zusammen aus:

  • der Gesamtsumme der pauschalen Aufstockung und der pauschalen Sonderaufstockung, auf die der Verstorbene Anrecht hatte oder gehabt hätte,

  • drei Viertel der proportionalen Aufstockung und proportionalen Sonderaufstockung, auf die der Verstorbene Anrecht hatte oder gehabt hätte.

Die Waisenrente setzt sich zusammen aus:

  • einem Drittel der pauschalen Aufstockung und pauschalen Sonderaufstockung, auf die der Verstorbene Anrecht hatte oder gehabt hätte,

  • einem Viertel der proportionalen Sonderaufstockung, auf die der Verstorbene Anrecht hatte oder gehabt hätte.

Bei Vollwaisen wird der Betrag der Waisenrente verdoppelt.

Die Waisenrente wird bis zum 18. Lebensjahr gewährt. Die Auszahlung kann, im Falle eines Studiums, bis zum 27. Lebensjahr aufrechterhalten werden. Die Waisenrente wird ohne Altersbeschränkung ausgezahlt, wenn die Waise wegen einer körperlichen oder geistigen Behinderung nicht selbst in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Waisenrente wird entzogen, wenn der Begünstigte eine Ehe schließt, es sein denn, er führt sein Studium fort.

Der Gesamtbetrag der Hinterbliebenenrente darf den Betrag, den der Verstorbene zum Zeitpunkt seines Todes bezogen hat oder bezogen hätte, nicht überschreiten.

Um bei der Kranken- und Sterbekasse den Beerdigungskostenzuschuss zu beziehen, muss die Rechnung des Bestattungsunternehmens von der Bank oder dem Bestattungsunternehmen quittiert sein und danach im Original der Krankenkasse vorgelegt werden. Die Rechnung des Bestattungsunternehmens kann vom Girokonto des Verstorbenen bezahlt werden, falls die Kontodeckung ausreichend ist. Dies ist juristisch gerechtfertigt, da es sich um eine Ausgabe für den Verstorbenen selbst handelt.

Der Beerdigungskostenzuschuss ist indexgebunden und ist festgelegt auf 130 € Index 100. Zum 1. Juli 2010 lag der Lebenshaltungsindex bei 719,84 Punkten und der Zuschuss demnach bei 935,50 €.

Der Beerdigungskostenzuschuss für Neugeborene ist auf 26 € Index 100 festgelegt. Die Erstattungen der Sterbekassen variieren je nach Versicherungsanbieter und Versicherungsjahren.

Im Sterbefall eines Arbeitnehmers oder eines seiner Familienmitglieder, wird als Bestattungsentschädigung ein Festbetrag an diejenige Person erstattet, welche die Beerdigungskosten vorausgezahlt hat und die quittierten Rechnungen mit der Sterbeurkunde vorlegt. Die Entschädigung wird bei Kindern unter 6 Jahren auf die Hälfte und bei Totgeborenen auf ein Fünftel reduziert.

Um eine Hinterbliebenenrente zu erhalten, muss ein Antrag an die luxemburgische Rentenversicherung gestellt werden oder aber an die Rentenversicherung des Wohnsitzlandes des Verstorbenen. Die für den Antrag erforderlichen Belege sind auf dem Antragsformular angegeben.

In Luxemburg:

  • Caisse Nationale de Santé (CNS)

  • Versicherungsunternehmen

Der Verstorbene hat möglicherweise eine “Lebensversicherung” oder einen “Sterbeversicherungsvertrag” unterzeichnet.

  • Sozialversicherungen

Die Sozialversicherungen können einige Leistungen erbringen.

Vermieter

Falls der Verstorbene eine Wohnung gemietet hatte, muss der Mietvertrag gekündigt werden. Hier muss eine Kündigungsfrist von drei Monaten respektiert werden

Mieter

Falls der Verstorbene Besitzer einer Wohnung war, die er vermietet hat, müssen den Mietern die Kontaktdaten des zukünftigen Vermieters mitgeteilt werden.

Verband der Miteigentümer

Der Verband muss über den Tod informiert werden.

Vomundschaftsrichter / Jugendrichter des Bezirksgericht

Diese werden eingeschaltet, falls es sich beim Verstorbenen um einen Vormund handelt oder den Erziehungsberechtigten seiner Kinder.